Wie die Woche so war: 04/2017

Jetzt ist er schon bald rum, der erste Monat dieses noch jungen Jahres. Und ich stelle wieder fest, dass es stimmt: Je älter du wirst, um so schneller gehen sie vorbei, die wenigen Jahre, welche dir noch verbleiben. Ohne jetzt in einen #alterSack-Jamermodus verfallen zu wollen, muss ich das leider doch immer öfter konstatieren: Was man in der unbeschwerten Jugend großzügig an Zeit verschwendet, scheint irgendwann doppelt und dreifach zu fehlen….

Mir wurde am Ende dieser Woche auch wieder brutal klar gemacht, wie schnell das gehen kann, dass dieses Leben vorbei ist. Die Mutter einer sehr guten Freundin ist bei einem Verkehrsunfall um’s Leben gekommen. Sie war zwar in einem Alter, in dem es bei der Beerdigung immer so schön heißt, die Verstorbene hätte ein langes und erfülltes Leben gehabt, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ein so überraschendes Ableben einen heftig trifft. Ich kannte die Mutter meiner Freundin zwar kaum und habe sie auch nur einmal kurz kennen gelernt, aber es tut mir für mein Freundin natürlich trotzdem sehr leid. Außerdem kann ich sehr gut nachvollziehen, wie heftig einen ein derartig überraschender Tod beuteln kann…. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.

Ich merke gerade, dass das recht depressiv klingt, was ich hier so niederschreibe. Aber wenn dich eine solche Nachricht am späten Abend nach einem sehr anstrengenden Arbeitstag auf der Autobahn erreicht, und man noch gut 2 Stunden Heimfahrt in dunkler Nacht vor sich hat, dann kann es sein, dass man sich dunklen und düsteren Gedanken hin gibt. Und die scheinen noch nachzuwirken….


Aber jetzt zu etwas ganz anderem: Donald Trump hat seine erste Arbeitswoche hinter sich. Und hat einen hektischeren Aktionismus an den Tag gelegt, als wohl jeder erwartet hat. Ich will jetzt hier nicht alles wiederkäuen, das kann man bei der Qualitätsjournaille ausgiebig nachlesen.

Ich finde aber unter anderem auch sehr bedauerlich, dass dieser komische Mensch den Klimawandel leugnet und wir jetzt wohl in den USA eine Renaissance des fossilen Zeitalters des letzten Jahrhunderts erleben werden. Angesichts solcher Nachrichten selbst bei der konservativen deutschen Wirtschaftspresse eine bedenkliche Entwicklung. Ich befürchte, sollte wirklich ein Gott oder ein sonstiges übermächtiges Wesen existieren, wird sich er oder sie oder es das jetzt wirklich nicht mehr lange anschauen, uns mal wieder einen Kometen auf die Birne fallen lassen und dann bekommen die Insekten ihre Chance…. Wobei er/sie/es muss ja bloß noch ein bisschen zuschauen. Das mit dem Untergang der Menschheit bekommen wir vielleicht auch ganz gut selber hin.


Ich befürchte diese Wochenzusammenfassung ist wirklich keine heitere. Ich wollte eigentlich nicht, muss jetzt aber doch. Kurz auf diesen Neonationalsozialisten Höcke eingehen. Aber keine Angst, nur ganz kurz:

Hallo ihr AfD-Wähler da draußen im Lande: Ich habe einen wichtigen Hinweis für Euch, die ihr glaubt, ihr solltet die AfD wählen, um denen da oben eins auszuwischen oder um zu verhindern, dass noch mehr Flüchtlinge kommen. Folgt bitte Sascha Lobos Ratschlag Schauen Sie diese Rede. Und dann kommt bitte nicht, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wieder angeschissen und heult und jammert rum, dass man das doch nicht hätte wissen oder ahnen können. IHR HABT ES DANN GEWUSST! VERSTANDEN? DANKE!


Prominenter Todesfall der Woche: Das deutsche Ausnahmetalent am Schlagwerk und ein Urgestein avantgardistischer teutonischer Rockmusik ist von uns gegangen: Can Gründungsmitglied Jaki Liebezeit trommelt jetzt in anderen Spähren. Er starb an einer beidseitigen Lungenentzündung und wurde 78 Jahr alt. Mach‘ es gut, altes Uhrwerk!


Und dann ist noch etwas ganz, ganz Schlimmes passiert: Der Kaffee wurde teuerer! Tchibo hat seinen Pfund-Preis der Feinen Milde (Örks!) von 5,69 auf 5,99 erhöht. Der helle Wahnsinn! Und damit die deutschen Kaffeetrinker deswegen nicht gleich Amok laufen und die nächstgelegene Tchibo-Filiale mit Fackeln und Mistgabeln stürmen, hat der Gemischtwarenhändler mit angeschlossener Kaffeeabteilung seine Kunden schon seit Wochen seelisch darauf vorbereitet. Zumindest in der Tchibo-Filiale bei meinem Büro um die Ecke. Da verkünden seit Anfang Dezember Aushänge, dass man leider, leider gezwungen sei, den Preis für den Kaffee anzuheben und die Kunden mögen doch bitte Verständnis haben und nicht böse sein. Da Tchibo als größter Kaffeehändler den Preistakt vorgibt, ist außerdem damit zu rechnen, dass Aldi, Lidl und Co. entsprechend nachziehen werden.

Bedeutet das jetzt vielleicht mal, dass die armen Kaffeebauern ein bisschen mehr Geld für’s Anbauen und beschwerliche Pflücken bekommen? Nö! Das dann doch nicht. Die Preiserhöhung wird durch den Verfall des Euro gegenüber dem Dollar ausgelöst. Und Tchibo hat auch schon versprochen: Wenn der Euro wieder stark geworden ist, wird das Rohmaterial für des Deutschen Kaffeeplörre auch wieder günstiger.

Tja liebe Kaffeebauern, war wohl wieder nichts. Schade!


Rezept der Woche: Der Hinweis auf Frank Sinatras Fettucine Rezept als ideales Essen für den Neujahrstag lief mir zwar mit Verspätung über den Weg, aber ich werde es in den nächsten Tagen ausprobieren und kochen. Nur damit ich irgendwann auf einer Party dann mal ganz beiläufig den Satz „Als ich letztens mal wieder Sinatras leckeres Fetuccine-Rezept gekocht habe….“ in eine Unterhaltung einflechten kann. ;o)

Den Tipp habe ich übrigens irgendwo in den Netzfundstücken des Kerls der sich klassisch schimpft aufgeschnappt.


Und kurz vor Schluss trudelt mir hier noch mein Tweet der Woche herein! Mario Sixtus bringt es mal wieder schön auf den Punkt bzw. in den Tweet:

Eat this Seehofer! Du populistischer #*@!§


Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass meine Woche nicht ganz so schlimm war, wie sie vielleicht durch obige Themenauswahl wirkt.


Zum Schluss wünsche ich der geneigten Leserschaft eine schöne fünfte Woche! Bis demnächst!


 

2 thoughts on “Wie die Woche so war: 04/2017

  • Pingback: Wie die Woche so war: 05/2017 – Notizen aus dem Barschenweg

  • 1. Februar 2017 at 15:45
    Permalink

    CAN waren neben Kraftwerk die einzigsten, die Avantgarde waren, in Zeiten von Andrea Berg ist Heino in Lederjacke schon eine Sensation und die gut gemeinten Appelle an den rechten Rand setzen voraus, daß diese Idioten lesen können, was wohl angesichts mancher Transparente auf Demos nicht der Fall sein kann

    Reply

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