Und wenn wir schon dabei sind…

Heidi Klum quält aktuell im werbefinanzierten Fernsehen wieder einmal ruhmgeile Mädchen, die dann irgendwann ihr Dasein doch nur bei Z-Promi-Dinnern oder im Dschungelcamp fristen dürfen (und das für das Leben eines “Stars” halten).

Und immer wenn diese mir unschön erscheinende Frau den Feminismus in der weiblichen Teenager-Generation um Jahrzehnte zurück wirft oder in der “werberelevanten Zielgruppe” für Jahre krankhafte Störungen des Essverhaltens hervorruft, fällt mir der leider viel zu früh verstorbene, geniale Roger Willemsen und sein wundervoller Kommentar zu “Germany’s Next Topmodel” ein:

Eine unschöne Frau mit laubgesägtem Gouvernanten-Profil bringt kleine Mädchen zum Weinen, indem sie ihre orthodoxe, hochgerüstete Belanglosigkeit zum Maßstab humaner Seinserfüllung hochschwindelt, über ‘Persönlichkeit’ redet, sich aber kaum mehr erinnern kann, was das ist, und sollte diese je zum Vorschein kommen, sie mit Rauswurf bestraft. Der Exzess der Nichtigkeit aber erreicht seinen Höhepunkt, wo Heidi Nationale mit Knallchargen-Pathos und einer Pause, in der man die Leere ihres Kopfes wabern hört, ihre gestrenge ‘Entscheidung’ mitteilt und wertes von unwertem Leben scheidet. Da möchte man dann elegant und stilsicher, wie der Dichter sagt, sechs Sorten Scheiße aus ihr rausprügeln – wenn es bloß nicht so frauenfeindlich wäre.

Ich habe nämlich eine liebevolle und sehr intelligente Nichte im Zielgruppenalter dieser §&€(&?-Sendung. Und wieder Erwarten musste ich erleben, dass eine ansonsten wirklich schlaue und sensible Teenagerin dieses Dreckzeuchs leider auch in der Glotze wegkonsumiert. Deswegen ist mir dieses GNTM-Bashing ein wahres Herzensbedürfnis!

 

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