Wochenstart. Mit Jazz.

Der Start in die Woche fällt heute auf diesen Wiedervereinigungsfeiertag. (Ach was?)

Und deshalb habe ich mir gedacht, man könnte auch mal mit einem musikalischen Vertreter des untergegangenen Staates den jazzigen Wochenstart einläuten.

Problem: Der einzige Jazzvertreter des sozialistischen Deutschlands, der mir bekannt, ist Manfred Krug. Dummerweise findet man aber nicht viel (guten) Jazz von Herrn Krug auf youtube. Was jetzt aber nicht heißen soll, dass es von Herrn Krug nur wenig guten Jazz gäbe. Das weiß ich definitiv, dass dem nicht so ist.

Die Wahl war nicht einfach, aber ich habe mich letztendlich für einen Klassiker entschieden:

Kleine Nachbemerkung zum Wiedervereinigungsfeiertag:
Ende 1990 habe ich mein BWL-Studium begonnen. Und unser Professor für Wirtschaftsverwaltungsrecht an unserer akademischen Lehranstalt war damals der Meinung, der 3. Oktober sei überhaupt kein Feiertag, da verfassungswidrig. Feiertage seien Ländersache und solange die Länderparlamente den 3. Oktober nicht alle einzeln als Feiertag eingeführt hätten, würde der 3. Oktober für ihn auch nicht als Feiertag nicht existieren. Nationalfeiertage seien in unserer Verfassung nicht vorgesehen und der Wiedervereinigungsfeiertag somit ein verfassungsmäßiges Gräuel.

Aus diesem Grund hat er 1991 am 3. Oktober mit purer Absicht eine Vorlesung zu Thema Bundes- und Landesrecht unseres föderalen Systems gehalten. Ich habe sie besucht und sehr genossen. :o) Dann hat uns dieser Professor aber für einen anderen Lehrstuhl verlassen. Es ist übrigens interessant, dass ich mich immer noch genau an Thema und Inhalt der Vorlesung, aber um’s Verrecken nicht mehr an den Namen des Professors erinnern kann…. ;0)

Ich weiß übrigens nicht, wie die Rechtslage inzwischen aktuell bezüglich des „3.10.“ ist. Ich habe gerade einen kurzen Moment daran gedacht, das jetzt zu recherchieren, aber dann beschlossen, dass es wahrhaft Wichtigeres gibt, auf das ich meine Konzentration richten sollte.

Ich wünsche eine schöne verkürzte Arbeitswoche!

(PS: Die Jazzmusikerin mit der ähnlich hübschen Frisur wie Esperanza Spalding, die ich letzte Woche angekündigt habe, ist wegen des Feiertages auf nächste Woche verschoben – ich danke für’s Verständnis)

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