#WorldRefugeeDay

Heute ist Weltflüchtlingstag.

Und wir sollten trotz der aktuellen Lage nicht vergessen, dass es viele Millionen Menschen auf der Welt gibt, die erheblich größere Probleme haben, als sich mit der Frage herum zu schlagen, wann man endlich wieder normal einkaufen oder sich in der Kneipe treffen kann.*

Ich möchte diesen Tag deshalb zum Anlass nehmen, auf zwei Projekte hinzuweisen, die ich seit Jahren unterstütze. Und ich würde mich freuen, wenn Ihr meinem Beispiel vielleicht folgt:

Share The Meal - World Food Programm

#ShareTheMeal

ShareTheMeal ist eine Smartphone-App des UN World Food Programme (➜ Wikipedia). Mit der App kann man sein Essen mit Kindern in Not “teilen”. Und das Gute an der Sache: Es kostet nur € 0,40 um ein hungerndes Kind einen Tag lang zu ernähren.

Man kann über die Smartphone-App immer wieder Geld in Beträgen von 0,40€ (eine Mahlzeit pro Tag), 2,50€ (7 Mahlzeiten für eine Woche) und mehr spenden. Ich habe es anfangs so gehandhabt, dass ich über die App bei einem Imbiss 0,40€ und wenn wir in ein Restaurant gegangen sind 2,50€ gespendet habe. Inzwischen hat man auch die Möglichkeit einer regelmäßigen Spende und so gebe ich seit über drei Jahren monatlich den Betrag von 12 Euro und ernähre damit eine Familie einen Monat lang. Ich erhalte dann auch an jedem Monatsanfang eine Infomail, was sich eine Familie mit diesen 12 Euro genau kaufen konnte – die Spende bekommt sozusagen ein “Gesicht”. Aktuell erhalte ich meist eine E-Mail über Familien in Flüchtlingslagern….

Ausführlich könnt hier euch mit der FAQ von ShareTheMeal informieren.

KIVA Loans that change lives

#KIVA

Über Kiva kann man sich, über sogenannte Mikrofinanz-Institutionen, an Mikrokrediten für Kleinbetriebe und Einzelpersonen vor allem in Entwicklungsländern beteiligen. Die gemeinnützige Organisation mit Sitz in San Francisco wird hauptsächlich von Spenden der Benutzer (also der Kreditgeber) aber auch von PayPal, YouTube, Google und Microsoft unterstützt. Ob letzteres gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. ;-)

Der Vorteil gegenüber einer Spende ist, dass man Menschen in Entwicklungsländern oder auch Flüchtlingslagern mit einem Kleinkredit unter die Arme greifen bzw. bei einer Existenzgründung oder Betriebserweiterung unterstützen kann. Der geliehene Betrag wird zu festgelegten Konditionen (natürlich zinslos) zurück bezahlt und man kann das Geld anschließend wieder für eine neue Unterstützung einsetzen. Der Mindestbetrag pro Kredit beträgt 25 $ zzgl. einer Bearbeitungsgebühr für Kiva, über welche sich die Organisation finanziert.

Man trägt natürlich immer eine gewisses Ausfallrisiko, aber bisher habe ich alle meine verliehenen Beträge wieder zurückerhalten und dann neu eingesetzt.

Ausführliche Informationen zu KIVA

Das Mikrofinanz-Konzept basiert auf den Ideen des Nobelpreisträgers Muhammad Yunus, der mit der 1983 gegründeten Grameen Bank in Bangladesch demonstrieren konnte, dass Mikrokredite viele Vorteile gegenüber den bisherigen Förderkonzepten bieten. Er bemängelt bei den Förderprogrammen der Weltbank insbesondere die hohen Verwaltungskosten und die lange Zeit, die benötigt wird, bis die Bedürftigen die Förderung erhalten.


* Und ja, ich weiß: Es gibt viele Menschen in diesem Land, welche die Corona-Krise richtig hart getroffen hat und immer noch trifft. Aber trotzdem jammert der Großteil von uns doch teilweise auf einem sehr hohen Niveau – zumindest im Vergleich mit dem Schicksal von aktuell 80 Millionen Flüchtlingen…. Und das ist alles, was ich dazu zu sagen habe.

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