Was von der Woche übrig bleibt.

15.02.-21.02.2021

Mit einem seltsamen Erlebnis inkl. Besuch einer Poliziewache, meine diesjährige Fastenchallenge, dem Jahrestag von Hanau, einer Marslandung, Smartphonenutzung und natürlich mit Corona.


19.02.2021

#SayTheirNames

  • Sedat Gürbüz
  • Ferhat Unvar
  • Mercedes Kierpacz
  • Fatih Saraçoğlu
  • Kaloyan Velkov
  • Hamza Kurtović
  • Said Nesar Hashemi
  • Vili Viorel Păun
  • Gökhan Gültekin

Initiative 19. Februar Hanau


Fastenzeit

Die Gemahlin und ich absolvieren ja schon seit vielen Jahren in der Fastenzeit unsere persönlichen Fastenchallenges. Nicht aus religiösen Gründen, sondern als persönliche Herausforderung, um in unserer Welt des Luxus wenigstens ein paar Wochen auf liebgewonnene Dinge zu verzichten. Seit längerem ist das bei uns immer Alkohol, Fleisch und Zucker bzw. alles was zusätzlich noch unter Süßigkeiten und süßes Backwerk fällt.

Aber soll ich euch was sagen? Fastenzeit am A…..! Wir haben seit einem Jahr Pandemie und wir beide haben nicht den Nerv zusätzlich zu dem ganzen Gedöns auch noch auf die lieb gewonnenen Trostpflästerchen zu verzichten.

Gut, das mit den süßen Sachen ziehe ich auch dieses Jahr durch, denn der Schokoladenkonsum ist mir in den letzten Monaten etwas aus dem Ruder gelaufen und da ist ein sechswöchiger Verzicht ganz gut, um das wieder aufs gewohnte Niveau herunter zu drücken. Auf Fleisch werde ich ebenfalls größtenteils verzichten, mit einigen wenigen Ausnahmen vielleicht, dazu aber mehr, wenn’s soweit ist. Aber ich verzehre getötete Tiere sowieso nur noch sehr selten und zu besonderen Gelegenheiten.

Aber mein Wochenendbier oder Wochenendweinchen lasse ich mir dieses Jahr nicht nehmen. Das klingt zwar jetzt etwas nach Alkoholiker, aber ich trinke seit einigen Jahren sowieso recht wenig bzw. diszipliniert Alkohol und dieses Jahr habe ich einfach keine Lust, darauf zu verzichten. Das Jahr ist schon nervig genug. Das heißt jetzt aber nicht, dass ich mich bis zum Impftermin jedes Wochenende hemmungslos zulöte, aber meine ein/zwei Feierabendbierchen (oder Weinchen) am Wochenende müssen dieses Jahr sein. PROST!

Rotwein im Glas

Seltsames Paket

Mein Highlight der letzten Woche! Ach was, des bisherigen Jahrs!

Am Wochenende ist mir nämlich was echt seltsames passiert. Der Postbote hat am Freitag erfolglos versucht, bei meiner Mutter ein Paket zuzustellen. Deswegen warf er ihr einen Benachrichtigungszettel in den Briefkasten und deponierte das Paket in der nächsten Paketstation. Und da meine Mutter sich mit Paketstationen nicht auskennt, habe ich das Paket dort abgeholt. Soweit so gut.

Nun war es aber etwas seltsam, denn das Päckchen war an eine Dame ebenfalls mit einer Packstationadresse in einer oberbayerischen Kleinstadt adressiert und weder meiner Mutter noch mir war diese Dame bekannt. Das wirklich seltsame allerdings: Als Absender des Päckchens war mein Vater angegeben und der ist leider bereits vor knapp 13 Jahren verstorben.

Auf dem recht schweren schuhkartongroßen Päckchen war dann noch ein Aufkleber angebracht, der besagte, das Paket entspräche nicht den Beförderungsbestimmungen der Post und werde deshalb zurück an den Absender, also an meinen vestorbenen Vater zurückgeschickt. Alles sehr, sehr ominös.

Was tun mit diesem seltsamen Päckchen? Dass mein Vater aus dem Jenseits Päckchen an Frauen in Oberbayern verschickt, wurde nicht ernsthaft erwogen. Und je länger man dann nachgrübelt, umso mehr fängt man an, über Paketbomben, Drogenkuriere oder Trickbetrüger nachzugrübeln.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin zu unserer örtlichen Poliziewache gefahren und habe den Ordnungshütern den Sachverhalt ausgiebig erklärt. Man bat mich etwas zu warten, schnappte sich das Päckchen und dann fuhr die Erlanger Polizei (wie man mir anschließend berichtete) das volle Programm auf: Röntgen, Drogenschnüffelhund und was die Ordnungsmacht sonst noch so an Ermittlungswerkzeugen bei seltsamen Paketen bereit hält. Ich fühlte mich zumindest ernst genommen!

Nach knapp 45 Minuten holte mich dann ein breit grinsender Polizeibeamter ab, um mir den Inhalt des Päckchens zu zeigen: Eine Auswahl von ca. zehn unterschiedlichen Vibratoren. Die Beamten und ich haben alle herzlich gelacht! Da hat wohl jemand der Dame einen bösen Streich spielen wollen und sich als Absenderadresse meinen Vater aus dem Telefonbuch geholt. Der steht da aus Gründen nämlich immer noch als Anschlussinhaber des Telefons meiner Eltern drin. Und das nicht aus Sentimentalität, sondern aus “Telekom-Gründen”, das ist mir jetzt zu kompliziert zu erklären.

Ich habe das Paket bei der Polizei gelassen und mich breit grinsend auf den Heimweg begeben.

Smartphonenutzung

Was sagt unsere Smartphonenutzung über unseren Charakter aus? Forscher haben 30 Tage lang die Handynutzung von mehreren hundert Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern aufgezeichnet und deren Kommunikations- und Sozialverhalten analysiert. Die »ZEIT« hat jetzt in ein paar hübschen Infografiken die fünf Hauptdimensionen zusammengefasst, anhand derer sich die Persönlichkeit eines Menschen beschreiben lässt – jeweils gekoppelt an die Smartphonenutzung:

Das Handy-Ich – Eine Übersicht in Grafiken.

Ich falle unter die Gewissenhaftigkeit. Ich konnt’s zwar nicht glauben, ist aber so! Was meine Smartphone und Mediennutzung angeht, bin ich ein Gewissenhafter…. ;-)

Wochenendbeschäftigung

Sie ist endlich eingetrudelt. Die Extended Edition.

Der kleine Hobbit DVD

Jetzt muss nur noch ein Wochenende mit echt miesem Wetter kommen!

Wir sind Mars!

Wer die letzte Woche nicht unter einem Stein gelebt hat wird es mitbekommen haben. Die NASA hat wieder mal einen Mars-Rover auf unserem kleinen Nachbarplaneten gelandet. Perseverance heißt der Gute. Habt Ihr euch eigentlich mal vergegenwärtigt, dass der Mars der einzige uns bekannte Planet ist, der ausschließlich von Robotern bewohnt wird. ;-)

Ich finde das ja eine tolle Sache, vor allem weil es wieder mal demonstriert hat, was menschliches Einfallsvermögen vermag, wenn es nicht von Idioten gestört wird, die behaupten die Erde wäre flach, wir würden von Reptiloiden in Menschengestalt regiert oder eine gefährliche Pandemie würde überhaupt nicht existieren.

Die Nasa hat von der Landung übrigens ein hübsches Filmchen gemacht:

Ich habe dann auf Twitter dazu aber auch noch den einen oder anderen Kommentar gelesen, dass das doch angesichts der Klimakrise sinnlose Verschwendung sei, man die Kohle lieber in die Bekämpfung der Klimakrise stecken sollte. Und die Träume mancher Millionäre vom Auswandern auf einen “Planet B” seien doch sowieso kompletter Käse. Bei letzeren Punkt stimme ich zu, aber ansonsten ist mir das zu kurz gedacht. Das erinnert sehr stark an die in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geäußerte Kritik an Kennedys Mondlandungsprogramm. Auch hier wurde immer argumentiert, das Geld wäre doch besser in die Bekämpfung von Hunger und Armut investiert.

Aber mal angesehen davon, dass ich die Erkenntnisse über unsere Welt, das Sonnensystem und das Universum, die uns diese Missionen gebracht haben und bringen, unglaublich spannend finde, bringt die Forschung und Entwicklung für die Technik unglaublichen Fortschritt mit sich. Und zwar sowohl für unseren Alltag als auch zu Bekämpfung der Klima- oder anderer Krisen. Ich will mich gar nicht groß darüber auslassen, worauf wir wahrscheinlich heute ohne Raumfahrt verzichten müssten, deshalb an dieser Stelle nur mal die Bemerkung, dass auch die Entwicklung der Photovoltaik erheblich durch die Raumfahrt gefördert wurde. Immerhin ist einer der ersten praktischen Einsätze einer Solarzelle der 1958 als zweiter Satellit von der USA in den Weltraum geschossene Satellit Vanguard I zu verzeichnen. Ich mein’ ja nur….

Corona-Gedöns

Es stimmt, Karl Lauterbach nervt. Aber er hat leider auch immer Recht. Er ist schließlich (unter anderem) auch Epidemiologe und somit erheblich qualifizierter uns in einer Pandemie zu beratschlagen, als ein dämlicher Finanzwissenschaftler, ein Schwindelarzt oder was sich sonst noch so an Möchtegernwissenschaftlern unter den Covidiotne herum treibt. Bisher ist leider auch jede seine Warnungen oder Vorhersagen eingetroffen. Und deswegen machen mich Äußerung von Herrn Lauterbach über eine dritte Welle richtig nervös.

Wa sich aber darüber hinaus richtig eklig finde, ist der Hass und die Hetze mit der sich Karl Lauterbach auseinander setzen muss. Da bleibt mir nur noch die Frage: Was sind das doch alles nur für moralisch verkommene Arschlöcher?

Und dann hat sich letzte Woche die Uni Hamburg noch damit lächerlich gemacht, dass Sie die wüste Materialsammlung des Physikers Roland Wiesendanger als “Studie” veröffentlicht hat. Ein Machwerk, das beweisen soll, dass das Virus aus einem Labor in Wuhan stammt. Und die deutschen Medien haben sich wie die Geier auf das Geschwurbel gestürzt. Stefan Niggemeier hat auf Übermedien die Details zu dem Trauerspiel aufgeschrieben.

Die wöchentliche Infografik von Quarks zu Corona

Grafik Ansteckungsrisiko Corona

Ich bin froh, dass ich Home Office machen kann….


Das soll es wieder gewesen sein, habt eine schöne Woche und bleibt bitte gesund.

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