Der Kumpel vom Känguru hat Recht!

Ja, wir könnten jetzt etwas gegen den Klimawandel tun. Aber wenn wir dann in 50 Jahren feststellen, dass sich alle Wissenschaftler doch vertan haben und es gar keine Klimaerwärmung gibt, dann hätten wir ohne Grund dafür gesorgt, dass man selbst in den Städten die Luft wieder atmen kann, dass die Flüsse nicht mehr giftig sind, dass Autos weder Krach machen, noch stinken und dass wir nicht mehr abhängig sind von Diktatoren und deren Ölvorkommen. Da würden wir uns aber schön ärgern. (Marc-Uwe Kling)

 

Übrigens: Das Känguru wird gerade verfilmt.

Welt ohne Kaffee?

Ist vielleicht schon bald Schluss mit 150 Litern Kaffee pro Jahr?
Unsere Lieblingsbohne könnte schon bald ein rares Luxusgut sein!

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Was den drohenden Klimawandel angeht, bin ich mittlerweile zu einer ziemlich fatalistischen Einstellung gelangt. Ich gehe davon aus, dass der Klimawandel nicht mehr groß zu bremsen ist1 und diese Menschheit in den nächsten 100 Jahren diesbezüglich wohl ihr blaues Wunder erleben wird.

Die westlichen Wohlstandsnationen halten nur noch Alibi-Klimagipfel ab, auf denen sich die Teilnehmer nicht einmal mehr den Anschein von Mühe geben. Die Umwelt-NGOs wissen sich inzwischen aus lauter Verzweiflung nicht mehr anders zu helfen, als diese “Veranstaltungen” demonstrativ aus Protest zu verlassen. Dass Entwicklungs- und Schwellenländer erst einmal von uns Verzicht fordern, bevor sie Ihren Beitrag leisten, ist zwar auch nicht hilfreich aber immerhin verständlich. Außerdem werden die “armen Länder” dieser Welt wieder mal die Konsequenzen dafür tragen, dass wir nicht mal beim Klimaschutz zu einer Änderung unseres ressourcenfressenden Verhaltens bereit sind. In den Industrienationen ist das Wirtschaftswachstum zum Fetisch geworden, Lobbyisten diktieren anscheinend sogar der Kanzlerin Ihrer Wünsche in die Agenda. Da kann man doch nur noch resignieren!

Vielleicht setzt jetzt aber die Wende ein?

Kein-Kaffee-mehrDer Klimawandel bedroht unser tägliches Lebenselixir! Im aktuellen Bericht des Weltklimarates der UN (IPCC) wird nämlich auch dem Kaffee eine sehr düstere Zukunft vorher gesagt. Die Kaffeebohne ist ein äußerst sensibles Gewächs und ein durchschnittlicher Temperaturanstieg von 2 Grad – was unter Experten für die nächsten 100 Jahre als sicher gilt – würde das Gedeihen der Kaffeesträucher in den meisten Anbaugebieten massiv gefährden. Und unsere Lieblingssorte “Arabica”  ist anscheinend besonders gefährdet, denn bis 2080 würden dann voraussichtlich alle geeigneten Anbaugebiete verschwunden sein.

Ich jedenfalls hätte heute morgen, als ich das in meinem Feedreader lesen musste, fast meinen morgendlichen Bürokaffee verschüttet. Mein erster Gedanke war schon fast Erleichterung darüber, dass ich das voraussichtlich nicht mehr erlebe – ich jedenfalls bin mir nicht sicher, ob ich in einer Welt ohne Kaffee leben möchte. Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass das nicht nur mir so geht.

Vielleicht ist das jetzt die Meldung, die wir brauchen um eine Wende im Verhalten auszulösen?

Vielleicht bringt die drohende Gefahr für den Morgenkaffee die Bürger endlich dazu, von ihren Politikern ein ernsthaftes Engagement gegen die Erwärmung des Klimas zu fordern?
Vielleicht werden Qualitätsjournalisten lieber ein zweites Mal an der Kaffeetasse nippen und dabei überlegen, ob man Klimaskeptiker wirklich ernsthaft als “seriöse Wissenschaftler” bezeichnen kann?
Vielleicht verzichten wir jetzt ab und an mal auf deneinen oder anderen Burger? Das hilft dem Klima und damit dem Kaffe nämlich auch!
Vielleicht wird unser aktueller Minister für Umwelt und Energie noch einmal darüber nachdenken, ob Kohle wirklich noch so toll ist?
Und vielleicht werden die Vorstände der Autokonzerne beim Morgenkaffee ernsthaft darüber nachdenken, ob ihre Produktpolitik wirklich in die richtige Richtung geht?

Na gut, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen….

Immerhin war die Lieblingsnichte mit mir am Osterwochenende das erste Mal in einem Starbucks und hat dann auch gleich spontan mit dem Frauchen und mir einen Starbucks-Fanclub gegründet. Da wäre es schon eine tröstliche Hoffnung, dass Kaffee auch für sie genauso selbstverständlich zugänglich bleibt, wie für uns….

 
  1. Von “Aufhalten” wollen wir realistischerweise lieber  überhaupt nicht mehr reden []